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Neue Wege in der Zylinderrohrproduktion

Komplettbearbeitung kurzer Hydraulikzylinder auf CNC-Drehmaschinen oder Bearbeitungszentren

 

Bild 1: OMEGA-Schälwerkzeug Typ SKOC

Bild 2: Glattwalzwerkzeug Typ GZ mit innerer KSS-Zufuhr

Neue Werkzeuge der ECOROLL AG Werkzeugtechnik ersetzen das bisherige Zwei-Schritt-Verfahren zur Herstellung kurzer Hydraulikzylinder und erlauben die Komplettbearbeitung auf CNC-Drehmaschinen oder Bearbeitungszentren.

Bislang wird die Fertigung von Zylinderrohren mit einem Längen-/ Durchmesserverhältnis L/Ø ≤ 10 in zwei separate Schritte getrennt:

1. Innenbearbeitung des Zylinders auf Tiefbohrmaschinen, sowie
2. Endenbearbeitung auf einer Drehmaschine.

Neu entwickelte Werkzeuge von ECOROLL erlauben nun die Komplettbearbeitung direkt auf der Drehmaschine. Die Innenbearbeitung durch Schälen und Glattwalzen erfolgt in einer Aufspannung vor oder nach der Endenbearbeitung. Damit entfällt für diese Zylinder die Innenbearbeitung auf Tiefbohrmaschinen.

Durch dieses Verfahren werden nicht nur Rüst- und Transportzeiten zur Tiefbohrmaschine eingespart, sondern auch die Bearbeitungszeit kann deutlich verkürzt werden. Zusätzlich ist der Werkzeugwechsel auf CNC-Drehmaschinen und Bearbeitungszentren im Vergleich zu dem auf Tiefbohrmaschinen erheblich schneller, weshalb auf die Verwendung kombinierter Werkzeuge verzichtet werden kann. Da sich die Bearbeitung auf der Tiefbohrmaschine erübrigt, entfallen die hohen Investitionskosten für eine Tiefbohrmaschine, was auch Fertigungsbetriebe mit Klein- und Mittelserien in die Lage versetzt, kostengünstig Zylinderrohre und komplette Zylinder selbst zu produzieren.

Im Detail läuft dieses Verfahren wie folgt ab: Der Zylinder wird in der Regel zunächst mit einem Schälkopf (Bild 1) vorbearbeitet. Nach dem automatischen Werkzeugwechsel erfolgt die Feinbearbeitung mit einem separaten Glattwalzwerkzeug (Bild 2). Um eine intensive Spanabfuhr und Reinigung der Oberfläche sicherzustellen, werden beide Werkzeuge mit einer inneren KSS (Kühlschmierstoff)-Zufuhr ausgerüstet. KSS-Düsen spritzen den Kühlschmierstoff mit hoher Geschwindigkeit in die Spankammern ein und unterstützen so das Abführen der Späne in Vorschubrichtung. Damit wird sichergestellt, dass eventuell vom Schälprozess herrührende Späne oder Metallpartikel vor dem Glattwalzen ausgespült werden. Durch den KSS-Druck werden die Schälmesser gesteuert, weshalb auf ein separates Steuersystem verzichtet werden kann. 

 

03.04.2012 09:19
Kategorie: Produkte